25 Mai 2020 ... Min. zuhören

Wartungsarbeiten zum ersten Mal aus dem mobilen Arbeiten

Marlén, Horst und Mouad waren bei den ersten Remote-Wartungsarbeiten dabei. Wie es war, das erzählen die drei im Interview.

Am zweiten Samstag im Mai gab es eine Premiere: Das erste mal wurden planmäßige Servicearbeiten der Banksysteme zu einem großen Teil aus dem mobilen Arbeiten heraus gestemmt. Wie war das für Euch?

Marlén: Insgesamt war es schon ziemlich ungewöhnlich so allein zu Hause, keine Kolleginnen und Kollegen um einen herum, mit denen man sich über den Schreibtisch auf Zuruf schnell abstimmen kann. 90% der beteiligten Kolleginnen und Kollegen arbeiteten diesmal mobil und nur 10% vor Ort in der Bank – sonst sind die Werte genau andersherum. Die direkte Kommunikation untereinander war diesmal etwas schwieriger, aber mit einigen Extratelefonaten dennoch gut zu bewältigen.

Gab es spezielle Routinen, die Ihr an diesem Tag etabliert habt? 

Mouad: Wir hatten eine dauerhafte Chat-Session zwischen allen Leitstands-Mitgliedern etabliert, um den Informationsaustausch und kurze Kommunikationswege zu ermöglichen. Das hat auch sehr gut funktioniert. Alle sonstigen Abstimmungen haben wir über zusätzliche Telefonkonferenzen abgehalten, um sicher zu gehen, dass der Informationsaustausch mit allen Beteiligten gewährleistet ist und Entscheidungen schnell getroffen werden können. 

Was war der größte Unterschied zum „klassischen“ Ablauf?

Marlén: Die ausschließliche Kommunikation über Telefon und den Chat – das war schon sehr herausfordernd und hat von allen Beteiligten hohe Disziplin abverlangt.

Wie war der Weg vom „klassischen“ Prozess der Wartungsarbeiten zur „mobilen“ Umsetzung? 

Horst: Aufgrund der Corona-Situation hat die ING in kurzer Zeit einem Großteil ihrer Mitarbeitenden mobiles Arbeiten ermöglicht. Bei Livestellungen von neuer Technik oder Software waren bislang das Gros der Kolleginnen und Kollegen in der Bank vor Ort. Um zu überprüfen, ob ein go live auch klappen kann, wenn dabei fast alle der 200 Beteiligten mobil von zuhause aus arbeiten, haben wir eine Generalprobe auf der Vorproduktionsumgebung durchgeführt. An diesem Test waren alle Kolleginnen und Kollegen beteiligt, die auch am Tag der Servicearbeiten mit dabei waren. Unter realen Bedingungen sollte sichergestellt werden,  dass alle hierfür erforderlichen technischen Voraussetzungen, die Ressourcen und auch die notwendigen Kommunikationswege vorhanden sind. Die Generalprobe war ein voller Erfolg.

Wie lautet Euer Fazit jetzt nach der Livestellung? 

Mouad: Es war ein voller Erfolg! Wir hatten keine Probleme die notwendigen Wartungsarbeiten mobil durchzuführen und sind außerdem im von uns definierten Zeitrahmen geblieben. Die Kommunikation untereinander war sogar etwas besser, da alle Teilnehmer sehr viel fokussierter waren und die Telko als zentrale Kommunikationsplattform genutzt wurde. Als eingespieltes Team haben wir bewiesen, dass so ein umfangreiches IT-Projekt auch remote durchführbar ist.

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